3 Kilo Fett in 4 Tagen verlieren! Geht das?

Weihnachten liegt zurück, die Osterfeiertage sind auch schon wieder rum und der Sommerurlaub steht fast vor der Tür. Viele haben bereits begonnen auf ihre Sommerfigur hinzuarbeiten, andere haben es schon auf nächstes Jahr verschoben und wieder andere beginnen erst.

Für all jene, die erst jetzt beginnen und noch schnell ein paar Kilo Fett loswerden möchten, habe ich dieses Experiment durchgeführt.

Es beruht auf der Studie „a time-efficient reduction of fat mass in 4 days with exercise and caloric restriction“, nur habe ich es geringfügig abgewandelt.

Achtung: Dies ist kein Aufruf dieses Experiment nachzumachen, rede – falls du es probieren möchtest – zuerst mit einem Arzt. Dies soll nur einen Einblick geben wie es mir in diesen vier Tagen ging.

Damit sich das Experiment überhaupt auszahlt, sollte man einen Körperfettanteil von über 15% haben, darunter wehrt sich der Körper zunehmend mehr gegen das Abnehmen und sanftere Diäten sind notwendig.

Da ich meinem KFA für das Experiment etwas in die Höhe gebracht habe (ok nicht das es schlimm war ;-)) konnte ich das Ganze so durchführen.

Meine Parameter für das Experiment waren:

  • 3g/kg Körpergewicht Protein am Tag
  • Kalorienarmes Gemüse
  • So viel Bewegung wie nur möglich (40km am Tag gehen)
  • Zwei Mal Krafttraining in den 4 Tagen (eines am Vortag am Abend und eines am dritten Tag)

Meine Ausgangswerte:

  • Gewicht 78kg
  • Bauch: 87cm
  • Po: 97,5cm
  • Brust: 92cm

Jetzt,wo ich meine Ausgangswerte bestimmt habe und meine Vorgaben für die nächsten Tage, konnte ich starten.

Tag 0

Der Tag vor dem Experiment. Ich bereite mich mental vor und esse meine letzte richtige Portion, es warten vier Tage mit sehr wenig Essen und sehr viel Bewegung auf mich. Wie sollte ich das schaffen? Ich aß meinen letzten Bissen, schnappte meine Trainingstasche und ging langsam los in Richtung Training. Das Training war noch wie gewohnt, deshalb haute ich richtig rein. Das ganze Training ist auf Maximalkraft und wenig auf Hypertrophie ausgelegt (auch wenn das natürlich Hand in Hand geht). Das heißt, sehr schwer und wenig Wiederholungen, heute ging das noch, aber wie sieht es aus wenn ich mitten drinn bin und kaum etwas gegessen habe? Wir werden sehen. Ich schließe mein Training mit einem großen Schokoproteinshake ab und machte mich auf den Weg nach Hause und ging schlafen.

Tag 1

Nach dem gestrigen Training und dem Shake, wachte ich noch sehr energiegeladaden und motiviert auf. Mein erster Gang war zur Küche, um mir meinen ersten Whey Shake zu genehmigen (mit Wasser schmeckt das alles nicht sehr gut). Ich trank ihn auf Ex runter. Ich ging duschen, zog mich an und machte mich auf den Weg. Den ersten Tag hat mich die kompletten Kilometer eine Freundin begleitet, welche das Experiment ebenso machte. Wir sind nach Niederösterreich zu meinen Eltern gefahren und sind dort auf den Feldwegen und in der Natur gegangen.

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Es war recht wechselhaft vom Wetter her, der Wind pfiff uns die ganze Zeit um die Ohren und zwischendurch regnete es immer wieder. Das Ganze machte es uns natürlich nicht leichter, aber wir gingen natürlich weiter  und wurden immer hungriger und zunehmend launischer (wenn ich Hunger bekomme bin ich unausstehlich, genau wie sie), wir zickten uns schon etwas an. Dann war es soweit, unsere nächste Mahlzeit stand an, Hähnchen mit Brokkoli (das gab es die ganzen vier Tage) ein Gaumenschmaus….nicht. Nachdem wir gegessen haben, ging es uns etwas besser. Wir machten uns auf den Weg Richtung Wien um die restichen Kilometer zusammenzubekommen und mit dem letzten Schritt Zuhause anzukommen :-) Der Weg nach Wien war überseht mit insgesamt 8 Freudenhäusern auf einer einzigen Strecke. Die letzten Kilometer waren schon die schwersten und wie ich endlich daheim war und mich auf die Couch setzte, war ich so erleichtert und gleichzeitig so fertig von dem Gedanken, dass es noch drei Tage so weitergeht.

Tag 2

Am zweiten Tag in der Früh war ich schon recht unmotiviert, ich kam langsamer aus dem Bett als am Vortag und musste mich extra motivieren um nicht zuhause zu bleiben. Nach langem Ringen mit mir selbst schaffte ich es dann und ging los. Diesmal alleine mit Kopfhörern und meinem Essen bewaffnet. Ich ging diesmal durch Wien und kam wieder an einigen Freudenhäusern und einer Hochzeit vorbei. Ich habe sogar die Einhorn Apotheke gefunden und nein das war keine Haluzination ;-)  Die letzten 16 Kilometer hat mich wieder eine Freundin begleitet und die Zeit verging wie im Fluge. Zuahause angekommen verspeiste ich meine letzte Mahlzeit (Hähnchen mit Brokkoli) und machte mich dann wieder langsam bereit fürs Bett.

Tag 3

Der dritte Tag war der schlimmste. Ich hatte Hunger, mir taten die Beine weh und ich musste heute wieder trainieren. Sonst freue ich mich auf meine Trainingseinheiten, heute aber war es eine große Überwindung. Der Tag sah vom Gehen her ähnlich aus wie der zweite Tag, diesmal wurde ich 11 Kilometer bergleitet. Das Training war ok, aber auch nicht gerade der Bringer. Da Montag war, musste ich auch arbeiten. Der Weg in die Arbeit wurde natürlich gegangen, in der prallen Sonne, der Sonnenbrand war nicht schön. In der Arbeit brachte ich nicht sehr viel auf die Reihe, alles erforderte viel mehr Konzentration als sonst. Mein Gehirn war Gaga. Ich blieb nicht sehr lange in der Arbeit und freute mich auf den Rückweg und aufs Bett daheim. Ich bin schon gespannt auf morgen.

Tag 4

Heute ist wieder ein super Tag, ich wachte auf und war fit, keine Schmerzen in den Beinen und auch kein extremer Hunger. Wahrscheinlich, weil ich wusste, dass dies der letzte Tag war. Ich startete wieder mit einem Shake in den Tag und ging los. Heute ganz alleine, nur mit Kopfhörern, wieder in die Arbeit. Der Tag verging wie im Flug, das Einzige, was mich etwas fertig machte, waren die 12 Packungen Kakao in meinem Kühlschrank, die mich anlachten und ich durfte sie nicht trinken. Der Tag war vorbei und ich ging wieder schlafen, in freudiger Erwartung auf morgen.

Der Tag danach

Ich wachte gut gelaunt auf und lief gleich zum Kühlschrank. Ich nahm mir einen Kakao und machte einen Schluck „herrlich“ dachte ich mir und die Welt war wieder in Ordnung:

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Mein glückliches Gesicht ist nicht zu übersehen, hoffe ich. Die nächsten Tage wurden mit Erhaltungskalorien gefüllt.

Meine Endwerte waren:

  • Gewicht 73,8 kg (Minus 4,2kg)
  • Bauch 80,1 cm (Minus 6,9cm)
  • Po: 95 cm (Minus 2,5cm)
  • Brust 94,5 cm (Plus 2,5cm)

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(links vorher – rechts nachher)

Fazit

Mein Fazit des Ganzen ist nicht unbedingt Positiv. Es ist eine sehr große mentale Herausforderung, vor allem, weil die ganzen Wege zugepflastert waren mit Plakaten von Essen und Essensstandeln. Die ganze Disziplin aufzubringen erfordert auch wieder einiges an Energie. Das Ergebnis ist für vier Tage nicht schlecht, doch wer etwas früher anfängt und mehr Zeit einplant, kann das ganze stressfreier, angenehmer und auch mit besseren Ergebnissen machen. Also für all jene, die wirklich viel auf den Rippen haben und genügend Zeit hätten, können das Ganze mit Absprache eines Arztes und bei voller Gesundheit ausprobieren. Ansonsten, plant sowas immer früh genug ein, dann bekommt ihr keinen Stress und könnt das Ganze genussreicher gestalten.

 

Bis zum nächsten Update,

Be strong and stay positive.

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Quelle:

http://onlinelibrary.wiley.com/wol1/doi/10.1111/sms.12194/abstract

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